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Wie hält man die Uhr an?

Die Zeit braust mit großen Innovationen und Ansprüchen voran. Sie will eine ganze Menge von uns, besonders von Kindern. Sie werden gefordert und gefördert, damit alles in die richtigen Bahnen läuft.

Doch Kinder brauchen auch Umwege, Schleichpfade und Richtungswechsel, um das Leben zu spüren. Sich in Gebüschen verstecken, auf Ponys reiten und einfach mal so richtig matschen macht nicht nur Spaß, es verbindet auch mit der Natur, weckt kreative Energie, lässt die dicksten Freundschaften erblühen – und lässt die Zeit für Momente stillstehen.

Im Landkindergarten Gänseblümchen lernen Kinder von sich aus, mit ihren Stärken und Schwächen mutig umzugehen, das Miteinander von Mensch und Natur besser zu verstehen und kreativ und mündig im großen Projekt Leben mitzumachen. Für unsere Arbeit ist der Bildungsplan des Landes Brandenburg verpflichtend. Dennoch darf jedes Kind bei uns »Baumeister seiner selbst« sein. So, wie es einst Maria Montessori beschrieb, gestalten wir jeden Tag gemeinsam mit all unseren 23 kleinen Lebenskünstlern.

Von null bis sieben Jahre: Unser Landkindergarten ist für klein und groß ein herrlicher Tummelplatz – der mal kleiner und mal größer ist. Das heißt: Mal spielen wir in altersgerechten Gruppen und mal stehen allen nach Lust und Laune einfach alle Räume offen. Wer macht mit?

 

»Für das Kind ist die Ordnung das, was für uns der Boden ist, auf dem wir stehen, was für den Fisch das Wasser ist, in dem er schwimmt. Im frühen Kindesalter entnimmt der Menschengeist seiner Umwelt die Orientierungselemente, deren er für seine späteren Eroberungen bedürfen wird.«

Maria Montessori: „Kinder sind anders“, 1987

»Gedanke und Handlung müssen zu einer Einheit werden. Die Entfaltung der Persönlichkeit muss in voller Harmonie geschehen. Der Mensch muss sich seinem eigenen Rhythmus gemäß formen, disziplinieren und bilden können.«

M. Montessori, 1966

 
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